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IGeL-Auswahl

Wie viele IGeL gibt es?

Es werden mehrere hundert IGeL angeboten. Wie viele es genau sind, lässt sich nicht sagen. Das hat mehrere Gründe: 

  • „IGeL“ kann man verschieden definieren: Im normalen Sprachgebrauch ist es üblich, IGeL als „Selbstzahlerleistungen“ zu bezeichnen und damit alle Leistungen zu meinen, die ein Patient in der Praxis selbst zahlen muss.
  • Die Definition „Selbstzahlerleistungen“ ergibt kein ganz einheitliches Bild, weil verschiedene Kassen unterschiedlich viele Leistungen übernehmen. Es ist deshalb eindeutiger, unter IGeL alle Leistungen zu verstehen, die nicht zum festgeschriebenen Leistungskatalog der GKV gehören, die eine Kasse also nicht zahlen muss. Im IGeL-Monitor verwenden wir auch diese Definition.
  • Einzelne IGeL lassen sich beliebig fein unterteilen: So können mehrere Blutuntersuchungen als ein IGeL-Paket oder auch einzeln angeboten werden.
  • Beim Anbieten von Leistungen sind dem Arzt praktisch keine Grenzen gesetzt, da er auch Verfahren praktizieren darf, deren Wirkung nicht nachgewiesen ist. Gerade die Alternativmedizin eignet sich dazu, beinahe jede beliebige Handlung als Heilverfahren zu bezeichnen.
  • Der IGeL-Markt ist nicht konstant. Ständig kommen neue Angebote hinzu und andere geraten in Vergessenheit.

 
Welche Voraussetzungen müssen IGeL erfüllen, die wir bewerten?

Die IGeL, die wir auf diesen Internetseiten bewerten, sollen mehrere Bedingungen erfüllen:
  • Sie sollen relevant sein, das heißt, auch tatsächlich in nennenswertem Umfang angeboten
  • oder von Ihnen, den Nutzern des IGeL-Monitors, nachgefragt werden.
  • Sie sollen in der Praxis eines niedergelassenen Arztes angeboten werden. Die Angebote von Krankenhäusern und Heilpraktikern werden nicht berücksichtigt.

 
Welche „IGeL-Sammlung“ ist für unsere Auswahl besonders wichtig?

Eine wichtige Zusammenstellung von IGeL-Leistungen findet sich in dem Buch „MEGO 2011“ (ecomed Medizin), das sich vor allem an Ärzte richtet. Einer der Autoren ist Dr. Lothar Krimmel, der als Mitarbeiter der Kassenärztlichen Bundesvereinigung im Jahr 1998 das Konzept der „Individuellen Gesundheitsleistung“ (IGeL) entwickelte. Er propagierte die Idee, dass sich Ärzte in einem „zweiten Gesundheitsmarkt“ mit dem Anbieten von IGeL eine zusätzliche Einnahmequelle erschließen sollten. Die MEGO-Liste führt über 360 IGeL auf, die sie explizit als „seriös“ ansieht und von der „Abzocke“ im IGeL-Bereich abgrenzt.


 
Auf welcher Grundlage basiert unsere Auswahl?

Als Grundlage für unsere IGeL-Auswahl dienen vor allem die MEGO-Liste, die Internetauftritte von Arztpraxen, von Fachgesellschaften und Berufsverbänden sowie die Entscheidungen des Gemeinsamen Bundesausschusses. Auch Ihre Wünsche und Anregungen sollen berücksichtigt werden.


 
Welche IGeL-Bewertungen vermissen Sie?

Schreiben Sie uns. Nutzen Sie dafür unser Kontaktformular.